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Maker in Residence 2026

Das diesjährige Projekt widmet sich einer bislang wenig beachteten Herausforderung: Dem Recycling von Kunststoffabfällen aus Kliniken, Laboren und medizinischen Einrichtungen.

Kunststoffrecycling für das Gesundheitssystem neu denken

Im Gesundheitswesen fallen täglich zahlreiche hochwertige und häufig sortenreine Kunststoffprodukte an, beispielsweise Laborverpackungen, Pipettenhalter oder Verpackungen aus Polypropylen und Polystyrol. Ziel des Projekts ist es, diese Materialströme zu identifizieren, zu analysieren und neue Wege für ihre Wiederverwertung zu entwickeln. Dabei soll untersucht werden, welche Kunststoffe sich für ein hochwertiges Recycling eignen und wie daraus neue Materialien und Anwendungen entstehen können.

Ein zentrales Element der Residency ist die Entwicklung einer modularen Plattenpresse, mit der recycelte Kunststoffe zu stabilen Kunststoffplatten verarbeitet werden können. Ergänzt wird dies durch eine Stoffstromanalyse medizinischer Kunststoffabfälle sowie den Aufbau einer offenen Materialdatenbank, die auch nach Abschluss der Residency im Makerspace weiter genutzt werden soll. Perspektivisch entstehen daraus zudem Workshopformate, in denen Menschen den gesamten Recyclingprozess, vom Kunststoffabfall bis zum fertigen Produkt, selbst erleben können.

Für die Umsetzung nutzt das Team die vorhandene Infrastruktur des RUB-Makerspace, von der Kunststoffaufbereitung über das NIR-Spektrometer zur Materialanalyse bis hin zu Extruder, Spritzguss und weiteren Maschinen der Kunststoffwerkstatt. So entsteht ein durchgängiger Recyclingprozess, der nicht nur für die Projektentwicklung, sondern auch für zukünftige Bildungs- und Mitmachangebote genutzt werden kann.

Das Team hinter dem Projekt

@RUB-Makerspace

Geleitet wird das Projekt von Fabian Bos, Geschäftsführer der Startupscheune in Duisburg. Die Startupscheune ist ein offener Innovations- und Schaffensraum, der Gründer*innen, Selbstständige und kleine Unternehmen bei der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen unterstützt. Mit der RecycleBar wurde dort eine offene Recyclingwerkstatt aufgebaut, in der lokale Kunststoffabfälle gesammelt, sortiert und zu neuen Materialien und Produkten weiterverarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der praktischen Vermittlung von Kreislaufwirtschaft sowie der Entwicklung nachhaltiger Anwendungen aus recyceltem Kunststoff.

Unterstützt wird Fabian Bos von drei Werkstudentinnen der Startupscheune:

Mareike Galle studierte Industrial Design und absolviert derzeit ihren Master im Bereich Public Interest Design. Bei der Startupscheune unterstützt sie insbesondere die Bereiche Design und Content Creation. Darüber hinaus engagiert sie sich für den Aufbau eines eigenen Makerspaces in Wuppertal.

Anali Mariscal ist Industrial Designerin und studiert aktuell Usability Design an der Hochschule Rhein-Waal. Innerhalb der Startupscheune beschäftigt sie sich mit Spritzgusssimulationen sowie Fragestellungen rund um User Experience und Produktentwicklung.

Jola Schwarzer verbindet nachhaltiges Produktdesign mit Expertise in Materialentwicklung und Kreislaufwirtschaft. In der Startupscheune verantwortet sie die fachliche Projektplanung und operative Umsetzung: von der Konzeptentwicklung über zirkuläre Materialströme und die Kunststoffaufbereitung bis hin zur kundenspezifischen Serienfertigung

Gemeinsam neue Perspektiven schaffen

Mit dem Maker in Residence Programm möchte der RUB-Makerspace innovative Ideen fördern, neue Kooperationen ermöglichen und Menschen zusammenbringen, die gesellschaftliche Herausforderungen mit kreativen und technischen Ansätzen lösen möchten.

Wir freuen uns sehr, die Startupscheune und RecycleBar in den kommenden Wochen im RUB-Makerspace begrüßen zu dürfen und sind gespannt auf die Ergebnisse der Residency. Über den Projektverlauf, erste Einblicke und Mitmachmöglichkeiten werden wir regelmäßig auf unseren Social-Media-Kanälen berichten.